Befreiung vom digitalen Überfluss

Über dieses Blog

“Das einzig noch verantwortbare Gestaltungsprinzip für Gesellschaften und Lebensstile im 21. Jahrhundert heißt Reduktion.” (Niko Paech)

Das Tempo der digitalen Transformation der Gesellschaft nimmt weiter zu. Wer nicht Gefahr laufen will, in der modernen Gesellschaft abgehängt oder ausgeschlossen zu werden, öffnet sich den neuen digitalen Angeboten zunächst mehr oder weniger freiwillig, wird dann aber zumeist sehr schnell durch eine Mischung aus Nützlichkeit, Nudging , Bequemlichkeit und sozialem Druck immer weiter in diese Welt hinein gezogen. So nutzt man nach und nach immer mehr digitale Angebote und besitzt immer mehr Accounts und Endgeräte: Smartphone, Tablet, Musik- und Videostreaming, Socialmedia, Clouds, Apps, digitale Assistenten, Amazon, Airbnb …

Die Angebote werden immer einfacher zu bedienen (und damit schwerer zu durchschauen), erzeugen immer mehr Datenverkehr, sammeln immer mehr Daten und werden für uns dadurch letztlich immer bequemer und unentbehrlicher.

Auch der Ressourcenverbrauch steigt so immer weiter. Es ist ein moderner Mythos, dass die Digitalisierung durch größere Effizienz Ressourcen schonen würde. Das Gegenteil ist der Fall. Neben dem Rebound-Effekt, dem immer stärker wachsenden Stromverbrauch (wäre das Internet ein Land …), Rohstoffverbrauch durch kurzlebige Endgeräte kurbelt sie auch den privaten Konsum weiter an. Die Digitalisierung ist ein Brandbeschleuniger der Globalisierung (Niko Paech) und führt uns unaufhaltsam in ein Zeitalter des Überwachungskaptialismus (Shoshana Zuboff).

Es gibt unter ökologischen, politischen und gesellschaftlichen Aspekten viele Gründe, diese Entwicklung kiritisch zu hinterfragen. Dieses Blog versucht konkret zu werden:

Ist es möglich, sich bewusster und ressourcenschonender in der digitalen Sphäre zu bewegen, ohne gleich in ein anderes Extrem zu fallen und nicht mehr anschlussfähig für die moderne Gesellschaft und mein soziales Umfeld zu sein? Kann ich auch die Geschäftstätigkeit und Öffentlichkeitsarbeit als Institution, Kirchengemeinde oder Kloster entsprechend gestalten?

Ich möchte in diesem Blog Gedankenanstöße und Anregungen liefern, für einen autonomen und verantwortungsvollen Umgang mit der zunehmenden Digitalisierung, die uns alle umgibt. Ich mache das in einer positiven, konstruktiven Grundhaltung und beschreibe konkrete Lösungsansätze, die ich für mich gefunden habe. Vielleicht sind sie ja auch für Sie nützlich, falls Sie sich mit denselben Fragen beschäftigen.

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